Eine unendliche Geschichte

Wir suchten im Internet im Jahre 2008 nach Soldatenaras. Wir fanden in der Schweiz eine Familie die 4 Aras hielte und diese abgeben wollte. Es handelte sich um 2 Gelbbrustaras und um 1 Zuchtpaar Soldatenaras militaris mexikana. Dieses Paar hatte bei dieser Familie schon gebrütet und zwar am Volieren Boden in der Ecke und dabei 1 Junges aufgezogen. Die Soldatenaras waren makellos schön und ich kaufte Sie.


Zuvor war leider eine Ausfuhrgenehmigung aus der Schweiz und eine Einfuhrgenehmigung über Bonn zu beantragen. Diese Genehmigungen dauerten 2 Monate.


Die Aras kamen bei uns in eine Innenvoliere von 3,5 x 1,5 x 3 Metern. Die Außenvoliere hatte 4 x 1,5 x 2,5 Meter. Den Aras gefiel es bei uns sehr gut, was zur Folge hatte, dass Sie im Mai 2009 am Boden in der Ecke auf Sägemehl 3 Eier legten. Zu unserer Freude waren 2 Eier befruchtet. Diese Eier wurden ohne Probleme führsorglich bis zum Schlupf bebrütet. Es schlüpften 2 Jungtiere die ohne Problem bis zur 4. Woche heranwuchsen. Dann wurde das Sägemehl am Boden von den Jungen Aras weggeschoben, was zur Folge hatte, dass die Küken auf dem glatten Fliesenboden saßen und Spreizfüße bekommen hätten. Ich musste sofort reagieren und zimmerte aus Holzbalken 8 x 8cm ein Viereck von einer Größe von 40 x 40cm. Dies wurde in der Ecke aufgestellt, mit Sägemehl gefüllt und die 4 Wochen alten Küken hineingesetzt. Wir waren froh, dass es funktionierte. Die Alttiere zogen die Küken bis zur Selbstständigkeit auf.

Dann kam das Zuchtjahr 2010. Es stand das Balkenviereck als Nisthilfe in der Ecke. Zusätzlich boten wir noch einen Naturstamm stehend am Boden an mit einer Höhe von 50cm und einem Durchmesser von 40cm dazu noch einen hängenden Nistkasten aus Holz 40 x 40 x 90cm. Zu unserer Verwunderung wurde oft der Naturstamm stehend am Boden inspiziert. Es folgten tägliche Begattungen bis zum Schluß 3 befruchtete Eier im Nistkasten lagen. 3 Küken schlüpften Ende Juni und wurden fürsorglich bis zur Selbständigkeit aufgezogen. Die Jungtiere blieben immer bis März des kommenden Jahres bei Ihren Eltern. Dann wurden Sie nicht mehr geduldet.


Es folgte das Zuchtjahr 2011. In diesem Jahr machten die Soldatenaras aus welchen Gründen auch immer eine Auszeit. Es folgte kein Gelege.


Dann im Mai 2012 wieder ein Eiablage im Naturstamm am Boden. Sie legten 3 Eier die befruchtet waren und wieder im Juni schlüpften. Da unsere zwei Soldatenaras halb zahm sind, saß die Henne täglich bei der Fütterung auf dem Rand des Naturstamms. So konnten die Eier und später die Jungtiere täglich überprüft werden. Die 3 Jungtiere wurden ohne Probleme bis zur Selbständigkeit aufgezogen. Die ersten 2 Jungtiere wurden von uns an einen Züchter verkauft.


Die weiteren 6 Jungtiere verbleiben in unserer Zucht.

Im Zuchtjahr 2013 wird zu unserer Verwunderung nun täglich im Juni der hängende Nistkasten an der Wand inspiziert. Es folgte wieder eine Eiablage mit sogar 4 befruchteten Eiern. Aus diesen schlüpfte am 08.07.2013 das erste Jungtier. Das letzte von 4 Jungtieren schlüpfte am 14.07.2013. In diesem Jahr entschlossen wir uns die 4 Jungtiere von Hand aufzuziehen, weil wir uns auch einen zahmen Zuchtstamm von diesen Tieren aufbauen möchten. 4 Wochen später folgte das zweite Gelege mit 3 Eiern. Dieses Gelege ließen wir die Alttiere ausbrüten. Die zwei befruchteten Eier zogen die Elterntiere bis zur Selbstständigkeit auf.


Nun Ende des Zuchtjahres 2013 haben wir 12 Jungtiere vom Soldatenara militaris mexikana und sind auf der Suche nach weiteren Züchtern dieser seltenen Tiere um durch Tausch blutsfremde Paare für die Zukunft zusammenstellen zu können. Ich kann anderen Züchtern diese Art nur empfehlen. Sie haben für mich das beste Wesen von all den Ara-Arten die es gibt.

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