Josef Guhm sitzt mit mehreren zahmen Aras auf Schultern und Armen in der Innenvoliere
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Unsere Zucht

Von Hand aufgezogen, von klein auf an den Menschen gewöhnt – und deshalb sehr zahm und zutraulich.

Galerie

Einblicke in unsere Zucht

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Sieben junge Amazonen sitzen nebeneinander auf einer Stange
Junge Amazonen und Aras in der Aufzuchtbox
Junge Aras mit gelb-orangem Kopfgefieder kuscheln in der Aufzucht
Junge Blaugelbe Aras werden mit der Spritze von Hand gefüttert
Zwei Ara-Küken in der Aufzuchtbox auf Hobelspänen
Frisch geschlüpfte Küken in Metallschalen werden gefüttert
Junges Papageienküken wird über der Aufzuchtbox gehalten
Papageienküken in einer blauen Schale werden versorgt
Junge Amazonen und Aras sitzen gemeinsam in der Aufzucht
Zwei junge Küken in einer Aufzuchtbox mit Hobelspänen
Mehrere Papageienküken in einer Kunststoffwanne
Josef Guhm füttert junge Aras von Hand
Küken wird in einer Metallschale mit Handaufzuchtfutter gefüttert

Aufzucht

Handaufzucht mit viel Geduld

Unsere Nachzuchten werden per Hand aufgezogen. Dadurch sind sie von klein auf an den Menschen gewöhnt und deshalb auch sehr zahm und zutraulich. Nach dem Schlupf werden die Babys anfangs alle zwei Stunden gefüttert, damit sie groß und kräftig werden.

Aufzuchtzeit14 Wochen
Beringunggeschlossen beringt
GeschlechtsbestimmungDNA-Untersuchung
Handaufzuchtsuperzahme Tiere
Im Brutapparat Papageienei im Brutapparat Küken in der 1. Woche wird mit dem Löffel gefüttert Küken in der 2. Woche in der Aufzuchtbox im Wärmeschrank Küken in der 3. Woche in einer blauen Schale Junger Gelbbrustara in der 8. Woche Junge Blaugelbe Aras in der 14. Woche auf der Sitzstange

Woche für Woche

Vom Ei zum selbständigen Jungvogel

Nach 14 Wochen fangen die Jungtiere an selbständig zu fressen. Wir füttern hauptsächlich Obst, z. B. Trauben, Äpfel, Mandarinen, Bananen und viel gekochten Mais. Außerdem bekommen alle Vögel Eier, Karotten und als Körnerfutterersatz Kaytee Pellets.

Volieren & Anlage

Wo unsere Papageien leben

Innenvoliere der Jungtiere

Drei junge Gelbbrustaras in der Aufzuchtbox Frisch geschlüpfte Küken in zwei Metallschalen Drei Gelbbrustara-Küken liegen in der Aufzuchtbox

Geschichte aus der Brutmaschine

Ein kleines Wunder

Wir halten in unseren Zuchtvolieren sechs Paare Gelbbrustaras, darunter befindet sich auch ein Zuchtpaar, das zweimal pro Jahr bis zu vier Eier legt.

Das Paar bebrütet vorbildlich sein Gelege und das seit 15 Jahren. Doch die geschlüpften Küken werden von ihren Eltern nicht gefüttert und würden verhungern. Da wir das wissen und die zwei Aras nicht laufend stören wollen, entnehmen wir das Gelege kurz vor dem Schlupf der Küken und geben die Eier in den Inkubator/Brutmaschine.

Dann geschah es. Das am weitesten entwickelte Küken im Ei fiel in die Luftblase. Das heißt, nach 1 bis 2 Tagen müsste das Küken mit dem Eizahn das Ei anpicken. Nach 2 Tagen durchleuchtete ich das Ei. Das darin befindliche Küken bewegte sich nicht mehr, das Gleiche am 3. Tag. Ich ging davon aus, dass das Küken im Ei verstorben ist.

  1. Tag 3Das 2. Küken fiel im Ei in die Luftblase, pickte einen Tag später das Ei an und schlüpfte nach ca. 40 Stunden.
  2. Tag 5Das erste Küken lag seit 5 Tagen im Ei wie tot da – ich wollte es schon aus der Brutmaschine nehmen und entsorgen.
  3. Tag 6Dann geschah das Unglaubliche: Das Küken bewegte sich im Ei und pickte das Ei an. Am selben Tag fiel auch das 3. Küken im Ei in die Luftblase.
  4. Tag 7Das 3. Küken pickte das Ei an.
  5. Tag 8Das erste Küken schlüpfte – und ist gesund.
  6. Tag 9Das 3. Küken schlüpfte. Alle 3 Küken sind gesund und wachsen.

Vom Anpicken des Eis bis zum Schlupf vergehen in der Regel 24 bis 48 Stunden. Auf keinen Fall das Ei vorher öffnen! Nach 48 Stunden, wenn das Küken noch nicht geschlüpft ist, sollte man das Ei vorsichtig öffnen.

Mein Tipp: Die auch tot geglaubten Eier lieber 1 Woche länger in der Brutmaschine liegen lassen, es kann sich auszahlen. Denn Papageien sind ein wertvolles Gut.

Junger Gelbwangenkakadu sitzt in der Aufzuchtbox Leere Eischale nach dem Schlupf des Kakadu-Kükens Frisch geschlüpftes Gelbwangenkakadu-Küken in einer Schale Kakadu-Küken wenige Tage alt in der Aufzuchtschale

Aus der Großvoliere · 2025

Eine unglaubliche Tiergeschichte

In unserer großzügigen Voliere mit 120 m² leben derzeit:

  • zwei Paare Rotohraras
  • ein Paar Gelbwangen-Aras
  • ein Paar Blaustirnamazonen
  • ein Paar mittlere Gelbhaubenkakadus
  • ein Paar kleine Gelbwangenkakadus

Von den Rotohraras konnten wir in diesem Jahr bereits ein Jungtier erfolgreich aufziehen, das bald futterfest ist.

Besonders spannend ist die Entwicklung bei unseren kleinen Gelbwangenkakadus:

Das Weibchen ist erst fünf Jahre alt, sehr zahm und von Anfang an stark auf mich geprägt. Im Jahr 2023 bekam ich für sie ein passendes Männchen. Heute, 2025, bilden die beiden ein harmonisches Paar.

Im August legten sie erstmals ein Ei. Sie brüteten zwar zuverlässig, doch das Ei war leider unbefruchtet. Im September folgte ein zweites Gelege – erneut nur ein Ei. Nach etwa zehn Tagen stellte ich beim Durchleuchten fest: Dieses Mal war es tatsächlich befruchtet!

Ich kontrollierte den Nistkasten regelmäßig. Doch dann geschah das Unerwartete: Das Ei bekam eine große Delle. Nach Empfehlung von Dr. Reinschmidt aus seinem Buch klebte ich die beschädigte Stelle vorsichtig mit Nagellack. Frühere Erfahrungen damit waren leider nicht erfolgreich, die Embryonen starben damals ab. Also legte ich das Ei zusätzlich in den Inkubator bei 37,3 °C und 40 % Luftfeuchtigkeit.

Drei Tage lang zeigte sich keine Entwicklung, und da ich zeitgleich mit anderen Küken beschäftigt war, dachte ich schon, es sei abgestorben. Fünf Tage später wollte ich das Ei entsorgen – zum Glück durchleuchtete ich es noch einmal: Das Küken bewegte sich lebhaft im Ei!

Einen Tag später begann es, die Schale von innen anzupicken. Nach rund 30 Stunden schlüpfte es gesund und munter. Heute wächst es prächtig heran.

Eine spannende Frage bleibt: Warum brauchte dieses Ei länger bis zum Schlupf als üblich?

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